Atmung im Alltag und meine Lieblingspranayama

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Wann hast du das letzte Mal ganz tief in deinen Bauch geatmet? Oft atmen wir nur sehr kurz und oberflächlich, vor allem wenn wir gestresst sind. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff in unseren Körper und wir haben weniger Energie und fühlen uns schlapp.

Egal wo du dich gerade befindest, nimm einen tiefen, bewussten Atemzug und spür wie sich deine Bauchdecke dabei hebt. Versuche dann ein paar Mal ganz bewusst tief einzuatmen, damit deine Zellen wieder mit mehr Sauerstoff versorgt werden.

Im Yoga spielt die Atmung eine wichtige Rolle. Bestimmte Atemtechniken nennt man Pranayama, was aus dem Sanskrit kommt. Eine Pranayama kann verschiedenen Auswirkungen haben. So gibt es Atemübungen, die eher energetisierend und andere, die beruhigend wirken.

Ich möchte dir nun meine Lieblingpranayama, Nadi Shodana, vorstellen. Nadi Shodana wirkt sehr beruhigend und ausgleichend auf unseren Körper. Probier es doch gleich selbst mal aus. Am besten führst du die Wechselatmung am Morgen oder Abend durch.

 
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  • Bevor du beginnst, stell sicher, dass deine Nase frei ist.

  • Such dir einen ruhigen Ort aus, nimm eine bequeme Sitzhaltung ein und schliesse deine Augen. Lege deine linke Hand auf dein Knie und bring deinen rechten Zeige- und Mittelfinger auf deine Daumenwurzel.

  • Schliesse mit deinem rechten Daumen dein rechtes Nasenloch und atme links für vier Sekunden ein.

  • Schliesse dann mit deinem Ringfinger dein linkes Nasenloch und atme rechts für acht Sekunden aus.

  • Atme dann für vier Sekunden rechts ein, schliesse dein rechtes Nasenloch und atme für acht Sekunden links aus.

  • Das ist eine Runde. Ich empfehle dir zum Starten acht Runden durchzuführen.

  • Bleibe danach noch kurz sitzen und nimm wahr, wie du dich fühlst. Vielleicht spürst du, wie du ruhiger geworden bist.